Hintergrund

Shiatsu ist eine eigenständige und ganzheitliche Methode der Körperarbeit.

Der in Europa vorwiegend praktizierte Zen-Shiatsu-Stil wurde in den 1920er Jahren in Japan von Dr. Shitsuto Masunaga entwickelt. Er verband die über Jahrtausende tradierten chinesischen Heilmethoden mit den Erkenntnissen der westlichen Medizin und Psychologie. Beim Zen-Shiatsu wird am bekleideten Körper gearbeitet. (Ein weiterer Shiatsu-Stil geht auf Tokujiro Namikoshi zurück. Beim Namikoshi-Shiatsu wird im Gegensatz zum Zen-Shiatsu direkt auf der Haut gearbeitet.)

In Japan stellt Shiatsu seit über 70 Jahren eine anerkannte Behandlungsform dar. In Österreich ist Shiatsu seit 1999 als eigenständiger gewerblicher Beruf anerkannt. Der Österreichische Dachverband für Shiatsu (gegründet 1993) sichert die Qualität der Ausbildung anerkannter Praktiker. Die Ausbildungsdauer beträgt mindestens 3 Jahre.

Die theoretischen Wurzeln von Shiatsu reichen weit in die Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zurück. Heilung durch Berührung wird seit Jahrtausenden praktiziert. 

Die Traditionelle Chinesische Medizin und Shiatsu haben zum Teil gemeinsame uralte Wurzeln. Dennoch ist Shiatsu als eigenständige Methode klar von der TCM abgegrenzt. Shiatsu-Praktiker wenden keine wissenschaftlichen, messbaren Diagnosemethoden an. Shiatsu ist Kommunikation zwischen den in diesem Handwerk geübten und aufmerksamen Händen der Praktikerin oder des Praktikers und dem Körper der Klientin oder des Klienten. Vertrauen und Spüren sind dabei für beide Seiten wichtig. Die Berührung, das Einsinken, kann so tief gehen wie Ihr Körper es zuläßt.